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Bessere Entscheidungen treffen – MetaFocus

6. Februar 2017

 

 

Jeden Tag treffen wir Hunderte oder sogar tausende Entscheidungen (angeblich sind es etwa 5000): was ziehe ich an, was frühstücke ich, welchen Weg nehme ich ins Büro, öffne ich das email Programm jetzt gleich oder erst später, beantworte ich diese Mail sofort oder nicht, sehe ich während des Meetings aufs Smartphone (und wie oft), sage ich meine ehrliche Meinung oder halte ich mich zurück, lasse ich meine Intuition zu Wort kommen oder nur meine Ratio, wie lange bleibe ich im Büro, mache ich abends noch Sport…. Kleine Augenblicksentscheidungen, mittlere und große Entscheidungen: jeden Tag sind wir neu gefordert.

Die meisten Entscheidungsvorgänge treffen wir unterbewusst – und das ist auch gut so. Wenn es wichtig wird, dann sollten wir jedoch in der Lage sein, zu bemerken was uns gerade leitet und auf welcher Basis wir entscheiden.  Sind negative Emotionen im Spiel, weil Kollege XY den Vorschlag gemacht hat? Gibt es echten oder scheinbaren Zeitdruck? Was wäre das Schlimmste, was passieren kann, wenn die Entscheidung falsch war? Wieviel Nicht-Wissen habe ich bei dieser Entscheidung?

Für eine gute Entscheidungsqualität gibt es eine wichtige Voraussetzung: zu bemerken, was sich in meinem Geistes- und Gefühlsleben gerade abspielt. Manche nennen es innere Achtsamkeit, andere „Mindsight (wie der Amerikaner Dan Siegel), man kann auch Fokussierung der Aufmerksamkeit oder MetaFokus dazu sagen: wie auch immer es genannt wird: es ist Voraussetzung dafür, dass wir in der Lage sind, bewusst zu bemerken, was sich gerade „in uns“ abspielt. Und nur was bewusst ist kann bearbeitet werden. (Die Entscheidung selbst kann letztendlich auch intuitiv sein.  Allerdings bewusst intuitiv).

Hier ein anschauliches Beispiel für dieselbe Situation aus zwei Perspektiven…

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