Kontakt
Slogan

Nach meinem Ausstieg bei explido und einem mehr als einjährigen Sabbatical stellte ich mir Anfang 2013 die Frage, was meine nächsten Schritte sein würden.  Es war die Zeit der beginnenden Euro-Unsicherheit, der Griechenland Krise, der Klagen gegen den ESM.

Mehr und mehr beschäftigte mich die Konstruktion unseres Geldsystems und insbesondere des Euros und der EU. Auch anderen ging es so, renommierten Volkswirten, und diese beschlossen Anfang 2013 eine eigene Partei zu gründen, um politisch gegen die fortgesetzten Rechtsbrüche der eigenen Regierung vorzugehen. Die Idee traf ganz meine Vorstellungen und so war ich Teilnehmer des Gründungsparteitages der Alternativen für Deutschland (AfD) am 14.4.2013 im Interconti in Berlin. Ein denkwürdiger Tag, an dem ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl hatte, persönlich einem Ereignis beizuwohnen, das in die Geschichte eingehen wird.

Der Start der neuen Partei war fulminant: 15.000 Neumitglieder in 3 Monaten trafen auf eine – noch – nicht existente Organisation. Und bereits 5 Monate darauf war die Bundestagswahl. Es war eine unglaublich intensive Zeit, ich habe noch niemals so viele Menschen so viel ihrer Zeit ehrenamtlich für ein Projekt investieren sehen. Der größte gemeinsame Nenner war, dass sich so gut wie alle unabhängig über das Internet informierten und wesentlich tiefer in den Themen EU, Euro, Griechenlandkrise, Geopolitik steckten als der Bevölkerungsdurchschnitt. Viele trieb der Gedanke an, ein Europa unter der Führung der internationalen Konzerne (so wie es in der EU der Fall wäre) dürfen wir uns und den nachfolgenden Generationen nicht antun, denn dies wäre das Gegenteil des europäischen Gedankens.

Im Mai 2013 wurde ich bei der Listenaufstellung zum Bundestagskandidaten für Augsburg gewählt.  Lange hatte ich gezögert, mich überhaupt für ein Amt zur Verfügung zu stellen, denn als Unternehmer sind die Mühlen der Politik oft schwer zu ertragen. Doch die Euphorie der jungen Bewegung war mitreißend. Die Partei scheiterte mit 4,8% nur knapp am Einzug in den Bundestag.

Die anschließenden Versuche durch die politische Konkurrenz die Partei ins rechte Eck zu stellen trug langsam Früchte und die neuen Mitglieder hatten dann z. T. auch andere Beweggründe einzutreten, als das zu Beginn der Fall war (als es primär um die verfehlte EU- und EURO-Politik ging). Als dann der personelle Kampf Petry gegen Lucke im Sommer 2015 zu Gunsten Petrys entschieden wurde war es für mich Zeit, Abschied zu nehmen. Am Tag nach dem Essener Parteitag am 4.7.2015 erklärte ich  – so wie einige Tausend weitere Mitglieder – meinen Austritt.

Dennoch möchte ich die Erfahrungen und Erlebnisse nicht missen. Ich habe stets nach meinen Überzeugungen gehandelt, habe mit Lucke, Henkel, Prof. Starbatty u. a. persönlich diskutiert und viel über Politik und Medien in unserem Land lernen dürfen. Und über Macht.

zurück…

top