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Warum wir mehr Krieg brauchen

Dieser Text ist mein Beitrag zum Buch „100 Stimmen für den Frieden“, das Anfang Dezember 2025 erschienen ist. 100 Autoren, darunter Ruediger Dahlke, Eugen Drewermann, Daniele Ganser, Kayvan Soufi-Siavash, Michael Nehls, Ulrike Guérot, Gerald Hüther, Hans-Joachim Maaz, Jonas Tögel, Michael Meyen, Thomas Berthold, Sucharit Bhakdi, Lisa Marie Binder, Mathias Broeckers, haben dem Thema „Frieden“ ihre persönlichen Gedanken gewidmet.
Das Buch kann hier bestellt werden >>

Warum wir mehr Krieg brauchen

Eines muss endlich einmal ganz klar gesagt werden: wir haben seit Jahren deutlich zu wenig Kriege! Leider spricht das selten jemand aus, deshalb soll es hier geschehen. Zusammen mit den sicherlich gut nachvollziehbaren Gründen.

Der wichtigste Grund zuerst: wie sollte die Welt geordnet werden ohne Kriege? Wer gibt freiwillig Land und Leute ab, wer verschenkt sein Öl und seine Erze, wer verzichtet freudig auf seine strategisch wichtigen Häfen? Natürlich kein Staatschef, keine Regierung, kein Land ohne Zwang und Not. Aber was ist denn wichtiger: Öl, Lithium und Häfen oder dumme Bauern? Also. Wir versuchen es zunächst immer im Guten, doch gibt es Regierungen, die denn Sinn und Zweck ihres Wirkens einfach nicht verstehen wollen. Erst wenn sie bemerkt haben, dass sie ohne unsere Kredite ein ernsthaftes Problem bekommen, erst dann sind sie überhaupt zu Gesprächen bereit. Doch selbst dann gibt es Fälle der totalen Uneinsichtigkeit. Uns bleibt oft nichts anderes übrig, als Sanktionen zu verhängen, Aufstände für «mehr Demokratie» zu organisieren oder einen kriegerischen Vorfall zu inszenieren. Zum Glück funktioniert das fast immer. Falls nicht müssen wir – ob wir wollen oder nicht – andere Saiten aufziehen. Was sollten wir auch sonst tun?

Damit kommen wir zum zweiten Grund für Krieg: fatale Uneinsichtigkeit. «Quod licet Iovi, non licet bovi», Was dem Kaiser erlaubt ist, ist dem Rindvieh noch lange nicht erlaubt. Nach so vielen Jahrhunderten sollte man meinen, dass es alle verstanden haben. Doch der Fluch des Menschseins besteht darin, dass jede neue Generation meint, sie wüsste es besser und müsste die Dinge anders angehen. Anstatt dass sie sich die Ignoranz ihrer Ahnen zu Herzen nehmen und den Kaiser einfach machen ließen. Was also sollten wir anders tun, als mit harter Hand durchzugreifen und den Rindviechern zeigen, wo ihr Platz ist? Wir haben uns das auch nicht ausgesucht. Die Evolution hat uns auf diesen Platz gesetzt, an dem wir Verantwortung tragen für diese Welt. Es ist nicht immer leicht. Aber wenn wir es nicht tun: wer sollte es dann tun?

Doch ich möchte nicht Jammern, denn es gibt sehr viel Gutes, was aus unserem Handeln entspringt. Arbeitsplätze, Hochtechnologie, riesige Wiederaufbauprojekte, neue Handelswege, neue Vasallenstaaten, neue Verbündete. Das ist das Schöne an den Kriegen, dass sie so viel Gutes bringen. Jedenfalls allen, die überleben. Und das ist ja die Mehrheit. Also ein Netto-Gewinn. Nicht zu vergessen, die weitgehend überflüssigen Menschen in den Kriegsgebieten werden rasch reduziert, was das große Ziel der Bevökerungsreduktion wirkungsvoll unterstützt. So werden gleich sieben Fliegen mit einer Klappe geschlagen! Elementare Interessen (ÖL, Rohstoffe, Geopolitik) werden erreicht, unsere Kriegskredite bringen riesige Zusatzeinnahmen, unsere Rüstungsfirmen blühen auf, wir können neue Technologien testen, Widerständler werden eingesperrt, lästige Esser werden dezimiert und wir sind für ein bis zwei Generationen wieder fest im Sattel.

In letzter Zeit gab es allerdings bedrohliche Entwicklungen: UnserenMedien und UnserenRegierungen wird nicht mehr geglaubt! Deshalb haben wir jetzt den Krieg in die Köpfe verlagert. Denn eines ist klar und darf sich niemals ändern: Es kann nur einen geben, der die Realität erschafft. Und das sind wir. Deshalb werden künftig unsere KIs die einzig wahre Wahrheit verkünden! Die Hetzer und Widerständigen werden schneller weggesperrt, als sie Tweet machen können. Sobald wir wieder eine reine und unhinterfragbare Realität erschaffen haben, können wir uns beruhigt den üblichen Kriegen widmen. So viel Zeit muss sein.

Lügen können Kriege in Bewegung setzen, Wahrheiten hingegen können ganze Armeen aufhalten.
Otto von Bismarck

Jedoch nur, wenn diese Wahrheiten jemand mutig ausspricht.

Du.

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